Dialogformat mit klarem Fokus auf Teilhabe
Am 10. Februar 2026 fand im Poetensaal der Stadthalle Lauffen am Neckar das Town-Hall-Gespräch „Miteinander möglich machen: Inklusion, Jugend, Teilhabe“ mit Manne Lucha, MdL statt. Eingeladen hatte der Eppinger Landtagsabgeordnete Erwin Köhler. Im Zentrum stand die Leitfrage, wie Teilhabe im Alltag verlässlich gelingen kann und welche politischen sowie strukturellen Rahmenbedingungen dafür notwendig sind.
Das Format setzte auf kurze Impulse und einen offenen Austausch auf Augenhöhe. Nach einer Einordnung durch Manne Lucha und Erwin Köhler kamen gezielt die Gäste zu Wort: Bürgerinnen und Bürger, Vertreterinnen und Vertreter aus Verbänden, Initiativen, Selbsthilfe, Jugendgremien und der Kommunalpolitik.
Inklusion als Daueraufgabe im Alltag
In der Diskussion wurde deutlich, dass Inklusion nicht als Einzelmaßnahme verstanden werden kann, sondern als kontinuierliche Aufgabe, die verschiedene Lebensbereiche umfasst. Thematisiert wurden insbesondere barrierefreie Zugänge, selbstbestimmtes Wohnen sowie Assistenz nach individuellem Bedarf. Gleichzeitig zeigte sich, dass bestehende Angebote häufig vorhanden sind, deren Zugänglichkeit und Bekanntheit jedoch weiter verbessert werden müssen.
Jugendbeteiligung als demokratischer Schlüssel
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Frage, wie junge Menschen in Kommune und Land wirksam mitbestimmen können. Verlässliche Beteiligungsstrukturen, transparente Entscheidungsprozesse und ernst gemeinte Mitwirkung wurden als zentrale Voraussetzungen benannt. Die Beiträge machten deutlich, dass Jugendbeteiligung nicht punktuell gedacht werden darf, sondern dauerhaft in kommunale und landespolitische Strukturen eingebettet sein muss.

Strukturen, Zuständigkeiten und Rückmeldeschleifen
Neben inhaltlichen Zielen rückten auch organisatorische Fragen in den Fokus. Diskutiert wurden klare Zuständigkeiten, nachvollziehbare Verfahren und verlässliche Rückmeldeschleifen, um Beteiligung wirksam zu gestalten und Hürden im Alltag systematisch abzubauen. Ziel sei es, gute Ansätze sichtbar zu machen und konkrete nächste Schritte für mehr Teilhabe zu entwickeln.
Direkter Austausch als Grundlage für Fortschritt
Die offene Gesprächsrunde zeigte ein breites Spektrum an Erfahrungen und Anregungen aus der Praxis. Viele Wortmeldungen unterstrichen, dass Fortschritte in den Bereichen Inklusion, Jugend und gesellschaftliche Teilhabe vor allem dort entstehen, wo Politik, Zivilgesellschaft und Betroffene im direkten Dialog stehen und Lösungen gemeinsam weiterentwickeln.